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Inertiale Messsysteme

Bild vergrössern... Drehratensensor
Sensoren mit hoher Genauigkeit zur Erfassung der Drehrate um eine Achse. 
Durch einfache und schnelle Handhabung ideal für die Messung der Drehrate um eine Achse (z.B. Gierrate) geeignet.
Bild vergrössern... Inertiale Messysteme der Baureihe iDIS
Die Inertialmesssysteme der Familie iDIS-FC/FP/FV werden seit vielen Jahren im Automobil- und Vermessungsbereich zur dreidimensionalen Erfassung aller kinematischen Messgrößen wie Beschleunigung, Drehrate, Winkel, Geschwindigkeit oder Position von Fahrzeugen eingesetzt.
Bild vergrössern... Neueste Generation iDIS-FMS
Als neues Gerät in diesem Bereich ist nun mit dem Typ iDIS-FMS ein Messsystem verfügbar, das seine Vorgänger in Genauigkeit noch übertrifft und gleichzeitig kleiner baut und erheblich leistungsfähigere Schnittstellen bietet.
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Grundlagen Inertiale Messsysteme ermöglichen das Erfassen von räumlichen Bewegungsvorgängen, z.B. für Fahrdynamikuntersuchungen oder zur Navigation. Je nach Anforderung bestehen inertiale Messsysteme aus bis zu drei Drehratensensoren (Kreisel, Gyroskop) und Beschleunigungsaufnehmern.

Um das räumliche Bewegungsverhalten von Objekten in allen 3 Richtungen zu messen, benötigt man ein System mit jeweils 3 rechtwinklig zueinander angeordneten Drehratensensoren und Beschleunigungsaufnehmern.

Man unterscheidet zwischen Systemen in Plattformtechnik (sog. kardanisch gelagerte Plattformsysteme) und solchen in Strapdown-Technik.

Die Vorteile der in der Strapdown-Technik realisierten Systeme sind die Robustheit und die Wartungsfreundlichkeit, da weder mechanisch empfindliche Rahmenlagerungen noch rotierende Kreiselmassen vorhanden sind.

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Piezovibrierende Drehratenaufnehmer Sie bestehen aus einem monokristallinen piezoelektrischen Quarz, der unter Ausnutzung des Coriolis-Effektes bei einer Rotation um die Längsachse ein Signal erzeugt, welches durch Verstärkung und Demodulierung ein der Drehrate proportionales Gleichspannungssignal ergibt.

Vorteile: geringe Baugröße und die vergleichsweise niedrigen Kosten

Nachteile: hohe Drift, starke und nur bedingt modellierbare Temperaturabhängigkeit von 
                Skalenfaktor und Offset und großes Rauschen

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Faseroptische Drehratensensoren

Die faseroptischen Gyroskope (FOG) bestehen aus einer Glasfaserspule, bei der die Differenz der Laufzeiten zweier Halbleiterlaser-Lichtwellen, die die Glasfaser in entgegengesetzten Richtungen durchlaufen, gemessen wird. Gemäß dem Sagnac-Effekt ist die bei einer Drehbewegung um die Achse der Glasfaserspule auftretende Phasendifferenz proportional zur Drehrate und wird als bipolare Analogspannung (beim Open-loop-FOG) oder als Digitalwert (beim Closed-loop-FOG) ausgegeben.

Man unterscheidet zwei Bauarten von FOG’s, nämlich Open-loop-Faserkreisel und Closed-loop-Faserkreisel, wobei die Open-loop-Faserkreisel eine Low-cost-Version mit größerer Drift und Nichtlinearität und geringerer Auflösung darstellen.

Vorteile der Faserkreisel
extrem kurze Reaktionszeit durch hohe Bandbreite
hohe Auflösung und Messgenauigkeit
unübertroffene Robustheit, da keine mechanisch bewegten Komponenten
relativ kompakte Bauform bei geringem Gewicht
keine beschleunigungs- oder vibrationsabhängigen Driften
einfache Montagemöglichkeit
hohe Lebensdauer
keine Hochlaufzeiten bzw. Verzögerungen durch Herunterfahren vor dem Abschalten
wartungsfrei

Faserkreisel werden heute in vielen Bereichen der Kfz-Entwicklung, der Luft- und Raumfahrt, der Stabilisierung und in Sonderanwendungen eingesetzt. Sie verdrängen dabei im Bereich der Messtechnik aufgrund ihrer Eigenschaften die klassischen mechanischen Kreisel und werden in der Leistung nur durch die Laserkreisel übertroffen.

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Mechanische Kreisel Diese (Dynamically Tuned Gyro, DTG) bestehen aus einer rotierenden Masse, die in einem Rahmen reibungsarm dynamisch-abgestimmt (quasi-kardanisch) gelagert ist. Die rotierende Masse hat das Bestreben, die Lage ihrer Rotationsachse im Raum beizubehalten. Wird durch eine Drehung des zu vermessenden Objektes der Rahmen bewegt, übt die rotierende Masse ein Moment auf die Lager aus. Dieses Moment ist proportional der Drehrate.

Vorteile: verglichen mit den faseroptischen Drehratensensoren bieten mechanische
             Kreisel heute in normalen Anwendungen keine Vorteile mehr.

Nachteile: Empfindlichkeit gegen Schock, Einfluss von Erdschwere und Beschleunigung
               auf die Drift, schlechte Handhabbarkeit, geringe Signalbandbreite, 
               Zerstörung oder Beschädigung bei Überlast (zu hohe Drehrate) oder Ausfall 
               der Fesselung.

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Ringlaser-Kreisel Der dem Ringlaser zugrunde liegende physikalische Effekt ist der gleiche wie beim Faserkreisel. Allerdings befindet sich das Lasermedium nicht außerhalb des optischen Pfades (Laserdiode beim Faserkreisel) sondern innerhalb (miniaturisierter Helium-Neon-Laser). Das Ausgangssignal des Laserkreisels ist winkelproportional, so dass der Drehrate eine Frequenz entspricht, die viel präziser bestimmt werden kann als eine Phasenverschiebung beim Faserkreisel.

Vorteile: sehr hohe Genauigkeit bzgl. Drift und Skalenfaktor / Nichtlinearität, ansonsten
             wie faseroptische Drehratenaufnehmer

Nachteile: keine

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